Aufgabe dieser 1.Statistik-Übung war es mithilfe des Bodenrichtwerteauskunftssystems RLP (BORIS) eine bzw. mehrere Gemeinden in Rheinland-Pfalz statistisch auszuwerten bzgl. ihrer Bodenpreise. Dies wurde weiterhin mit Google Earth visualisiert.
Hierbei war vor allem zu beachten, dass mindestens 30 genau abgegrenzte Gebiete mit den zugehörigen Bodenpreisen lokalisiert wurden. Bei der Analyse mehrerer Gemeinde musste weiterhin auf den räumlichen Bezug geachtet werden.
Zunächst habe ich über die Internetseite des BORIS die Gemeinden Marnheim (mit Froschauerhof, Elbisheimerhof und Heyerhof), Bolanden (mit Weierhof) und Albisheim gesucht und als Bild gespeichert und zugeschnitten. Diese Bilder habe ich dann über „Bild-Overlay“ in Google Earth hinzugefügt, nachdem ich auch in Google Earth die genannten Gemeinden gesuchte habe.


Zwei von mehreren Kartenausschnitten aus BORIS
Über „Eigenschaften“ habe ich versucht die Ausschnitte möglichst genau zu platzieren. Hierzu habe ich mich hauptsächliche an charakteristischen Straßenzügen orientiert.
Über diese Funktion kann man die importierten Kartenausschnitte gleichzeitig der Größe anpassen, gegebenenfalls drehen und die Transparenz festlegen.
Nachdem alle Kartenausschnitte platziert waren, habe ich mithilfe des „Polygons“ die unterschiedlichen Bodenpreisgebiete eingegrenzt. Je teurer die Gebiete sind, desto höher sind die eingezeichneten Polygone. Die Höhe ist passend zum jeweiligen Preis/m².
Hierbei habe ich weiterhin die Option „Höhe relativ zum Boden“ gewählt, und die Einstellung, dass die Seiten der Polygone zum Boden hin verlängert werden. Weiterhin trägt jedes Polygon den Namen des jeweiligen Bodenpreises (z.B. 20Euro/m²).
Als nächste habe ich über „Eigenschaften“ und „Stile“ die Farbwerte und Transparenz für die einzelnen Polygone festgelegt. Die niedrigsten Preise sind in Blautönen dargestellt. Die Höchstpreise sind in Rottönen gekennzeichnet.
Im letzten Schritt habe ich in Google Earth einen neuen Ordner angelegt, worin ich alle Polygone gespeichert habe, bevor ich sie als KMZ-Datei gespeichert habe.


Das fertige Google-Earth-Projekt als KMZ-File zum Download:
http://www.file-upload.net/download-2592809/-bung-1-Statistik.kmz.html
Im weiteren Verlauf dieser Übung ging es um die statistische Auswertung der Bodenpreise der gewählten Gemeinden. Hierzu habe ich zunächst eine geordnete Urliste angelegt.
Urliste:
20/ 30/ 30/ 30/30/ 40/ 45/ 60/ 60/ 60/ 65/ 70/ 70/ 80/ 80/ 80/ 80/ 80/ 90/ 90/ 90/ 95/ 95/ 95/ 95/ 95/ 95/ 95/ 100/ 105
Diese Urliste habe ich anschließend durch das „Stengel-Blatt-Diagramm“ ausgewertet, um zu einer Häufigkeitsverteilung zu gelangen. Hierfür habe Abstände in fünfer Schritten gewählt.
Die Ergebnisse des Stengel-Blatt-Diagramms habe ich anschließend in ein Säulendiagramm übertragen:

Nach dieser Auswertung konnte ich folgende Werte festlegen bzw. berechnen:
Minimum: 20€
Maximum: 105€
Spannweite: 85€
Modus: 95€
Median: 80€
Mittelwert: 71,66€
Ausreißer: -
Im letzten Teil dieser Statistik-Übung sollten die Begriffe „Lage- und Streuungsparameter“ erläutert werden, bevor wir über die gewonnenen Erkenntnisse über die Bodenpreise unsres Gebietes diskutieren sollten.
Lage- und Streuungsparameter
Der Lageparameter hat die Aufgabe, möglichst genau zu beschreiben, wo sich die Daten auf der Achse befinden. In der Statistik werden u.a. folgende Lageparameter verwendet:
- Modalwert
- Arithmetisches Mittel
- Medianwert
- Modus
Der Streuungsparameter gibt hingegen die Abweichungen bezüglich der Mess- und Beobachtungsgrößen an. Er zeigt somit unter anderem die Verteilung von den gemessenen Werten auf der Achse an. In der Statistik werden hierbei vor allem die Standardabweichung, sowie die Spannweite betrachtet.
Diskussion:
Insgesamt erstrecken sich die Bodenpreise der Gemeinden über eine eher geringe Spannweite. Der geringste Bodenpreis beträgt 20 Euro/m² und der teuerste 105 Euro/m².
Die niedrigsten Bodenpreise finden sich vor allem in ruhigeren Bereichen, wie den umliegenden Höfen Heyerhof, Froschauerhof und Elbisheimerhof. Dies liegt wahrscheinlich an den wenigen Einwohnern die es dort gibt. Aber auch Teile von Marnheim die an einer stark befahrenen Straße liegen oder in einer eher unattraktiven Wohngegend scheinen Anlass zu niedrigen Preisen/m² zu geben.
Desweiteren ist zu erkennen, dass sich sowohl in Marnheim, Bolanden, Albisheim und Weierhof die Kerngebiete zu günstigeren Wohngebieten entwickelt haben. In den genannten Gemeinden beläuft sich der m²-Preis hier auf 45-65Euro/m². Zu dieser Kategorie zählt auch noch eine Gewerbegebiet am Rand von Bolanden.
Je weiter man sich von den Kerngebieten entfernt, desto teurer scheinen die Bodenpreise in allen drei Gemeinden zu werden. Dies kann daran liegen, dass in den älteren Dorfteilen und somit Kerngebieten die Bebauung wesentlich höher und dichter ist, und heute nur noch bedingt als attraktiv gilt. Dies würde auch bestätigen, warum die beiden Neubaugebiete in Albisheim am teuersten sind (100-105Euro/m²). Auch in den übrigen Gemeinden sind die neueren Dorfteile bzw. Neubaugebiete mitunter am teuersten.
